Digitale Hofburg

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Ideen:


Ich möchte Ihnen beispielhaft einige Ideen vorstellen, die meine Vision von der "Digitalen Hofburg" illustrieren soll. Dieses Projekt ist aber keine "one-man-show", sondern soll im Dialog mit den Usern entstehen. Deshalb freue ich mich ganz besonders auf Ihren Input. Ich hoffe, dass die Idee der "Digitalen Hofburg" auch Ihre Kreativität beflügelt: Mailen Sie mir Ihre Wünsche und Anregungen.


BürgerInnenkonferenzen im Internet

BürgerInnenkonferenzen erlangen in ganz Europa eine zunehmende Bedeutung in der Diskussion kontroversieller Themen. Der Dialog zwischen BürgerInnen, Wissenschaft und Politik sollte gerade in strittigen Fragen verbreitert werden, um die öffentliche Meinungsbildung zu erleichtern.

Aus diesem Grund möchte ich im Bedarfsfall solchen BürgerInnenkonferenzen durch die Schirmherrschaft des Bundespräsidenten Gewicht verleihen. Dabei halte ich es für sehr bedeutsam, dass alle BürgerInnen die Möglichkeit haben, mitzureden – gerade das Internet bietet sehr gute Rahmenbedingungen dafür. Mehr Einbeziehung sorgt auch für mehr Interesse an den Ergebnissen einer solchen Konferenz, die ich den politischen EntscheidungsträgerInnen mit Nachdruck ans Herz legen will.

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Interaktive Neujahrsansprache

Ich habe mich bereits mehrfach dafür ausgesprochen, die traditionelle Fernseh-Ansprache des Bundespräsidenten zu reformieren und zukunftstauglich zu machen, damit eine lebendige und spannende Kommunikation mit der Bevölkerung möglich wird. Auch hier spielt das Internet eine wichtige Rolle in meinen Überlegungen.

So möchte ich die Österreicherinnen und Österreicher im Vorfeld jeder Neujahrsansprache einladen, mir ihre Sorgen und Anliegen mitzuteilen. Ich könnte mir auch vorstellen, dass Online-Votings eine Entscheidungsgrundlage für inhaltliche Schwerpunkte in der Redegestaltung sind. Jedenfalls möchte ich unmittelbar nach der TV-Übertragung einen Live-Chat im Internet abhalten, um die darin behandelten Themen zu diskutieren. Gemeinsam mit versierten ExpertInnen will ich andere Möglichkeiten suchen, um aus dieser etwas angestaubten Tradition wieder ein interessantes politisches Ereignis zu machen.

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Einbindung von Infoterminals

Die "Digitale Hofburg" soll allen Menschen offen stehen, auch jenen die keinen Internet-Zugang haben. Aus diesem Grund will ich mich dafür einsetzen, die entsprechenden Angebote in die wachsende Zahl von Infoterminals im öffentlichen Raum einzubinden. Als sichtbares Zeichen sollte auch ein eigener Infoterminal vor der Hofburg die Bürgerinnen und Bürger dazu einladen, in Kontakt mit dem Bundespräsidenten zu treten – rund um die Uhr.

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NGO-Kompetenzforen

"Non-Governmental Organisations” (kurz: NGOs), also Nichtregierungsorganisationen, nehmen in vielen Bereichen unserer Gesellschaft eine wichtige Aufgabe wahr. Durch ihre praktische Arbeit bilden NGOs einen unersetzbaren ExpertInnenpool, der Hintergrundwissen und praktisches Know-how verbinden.

Es ist klug, dieses Wissen einer breiteren Öffentlichkeit zugänglich zu machen und durch den Hinweis auf die Kompetenzen von NGOs einen Beitrag dazu zu leisten, dass diese als legitime Dialogpartner in politischen Diskussion anerkannt werden. Aus diesem Grund möchte ich NGOs dazu einladen, ihre Beobachtungen und Empfehlungen zu den Entwicklungen in Österreich zu veröffentlichen. Gemeinsame Berichte, die im Rahmen von Kompetenzforen auch online publiziert werden sollen, können in meinen Augen eine wesentliche Bereicherung unserer demokratischen Kultur sein.

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Bürger/innenbeteiligung bei internationalen Kontakten

Gerade auch im Vorfeld von Auslandsreisen des Bundespräsidenten oder Staatsbesuchen in Österreich kann das Internet dazu beitragen, die damit verbundenen Kontaktmöglichkeiten effizienter auszugestalten. Insbesondere möchte ich junge, innovative und exportorientierte Unternehmen in Österreich dazu ermuntern, ihre Leistungen und Produkte auf direkten Weg an mich heranzutragen, um bei der Entwicklung wirtschaftlicher Beziehungen hilfreich sein zu können.

Im Zuge einer transparenteren Darstellung der entsprechenden Aktivitäten soll es aber auch allgemein zu einer stärkeren Beteiligung der Bevölkerung an diesen Ereignissen kommen, was der Verständigung mit den internationalen Partnern unseres Landes nur zuträglich sein kann.

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Beschwerden und Anliegen

Die Hofburg ist immer wieder auch eine Anlaufstelle für die Probleme und Sorgen ratloser BürgerInnen. Ich möchte durch den verstärkten Einsatz des Internet dafür sorgen, etwaige Hemmschwellen, die einer Kontaktaufnahme möglicherweise im Wege stehen, weiter zu senken.

Wo dies angemessen ist und Erfolg verspricht, kann ich mir auch vorstellen, die an mich gerichteten Beschwerden und Anliegen – mit dem Einverständnis der AbsenderInnen – im Internet zu veröffentlichen, um so zu raschen und unbürokratischen Lösungen zu kommen. Insbesondere möchte ich jene BürgerInnen und Unternehmen, die in Not geratenen Menschen schnell und wirksam geholfen haben, im Rahmen einer eigenen Seite öffentlich meine Anerkennung ausdrücken.

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Die gläserne Hofburg

Sollte ich Bundespräsident werden, möchte ich die Hofburg für Ausstellungen, Veranstaltungen und Vorträge von Künstler/inne/n, Wissenschaftler/inne/n und Sportler/inne/n öffnen, wie ich dies als Nationalratspräsident mit dem Parlament gemacht habe. Alle diese Aktivitäten sollen auch online präsentiert werden, um eine breitere Öffentlichkeit zu erreichen. Insgesamt soll die Arbeit und Amtsführung des Bundespräsidenten im Internet transparent gemacht und für alle Österreicherinnen und Österreicher nachvollziehbar dokumentiert werden.

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digitalehofburg.at - Eine Projektidee von Dr. Heinz Fischer